Nun doch: Raiffeisen Salzburg übernimmt die Bergbahnen am Karkogel in Abtenau (AUT). Nachdem noch vor Wochenfrist ein endgültiges Aus des Betriebs verkündet wurde, nun die Wende.
Nachdem über Monate zwischen den alten Verantwortlichen und einem örtlichen Grundbesitzer-Ehepaar keine Einigung erzielt werden konnte, haben nun letzte Verhandlungen den Durchbruch gebracht. Der Pachtvertrag bis 2045 wurde unterzeichnet, der Salzburger Raiffeisenverband übernimmt die insolventen Abtenauer Bergbahnen, investiert rund fünf Millionen Euro und möchte die bisherigen sechs Mitarbeiter weiter beschäftigen.
Einen Sommerbetrieb auf der Rodelbahn wird es zwar wegen des noch laufenden Insolvenzverfahrens in diesem Jahr nicht geben, die Bergbahnen sind aber gerettet.
Raiffeisenverbands-Sprecher Sigi Kämmerer gegenüber dem ORF: „Das war ein hartes Stück Arbeit. Es hat viele vertrauensbildende Gespräche in den letzten Tagen und Stunden gebraucht. Aber es ist letztlich zu einem positiven Abschluss gekommen. Das freut uns und das ist auch sehr wichtig für die Region im gesamten Lammertal.“
Raiffeisen will in das Skigebiet investieren und durch den neuen Speicherteich eine stabile Wintersaison schaffen. Obwohl das Skigebiet nur eine geringe Höhe (zwischen 742 und 1.139 Metern Höhe) aufweist, ist Raiffeisen-Sprecher Kämmerer guter Dinge: „Wir sind hier sehr optimistisch, auf genug Schneetage zu kommen.“
Neuer Teil der Geschäftsführung der Abtenauer Bergbahnen soll der langjährige Bergbahn-Chef aus Flachau Ernst Brandstätter werden. Fokus der neuen Betreiber wird aber insbesondere auch auf den Sommer liegen: „Im Sommer haben wir sehr massiven Tourismus vom ganzen Land Salzburg, die die Rodelbahn benutzen. Im Winter ist es vor allem die heimische Skijugend, aber auch alle Skirennfahrer vom ganzen Land, die das nützen“, betonte der Abtenauer Bürgermeister Johann Schnitzhofer (ÖVP) gegenüber dem ORF.