Frostige Nächte, zum Teil Dauerfrost, in weiten Teilen Deutschlands und den Alpen viel Sonnenschein – das in etwa umschreibt die vergangenen sieben Tagen wettertechnisch ganz gut. Und die Wetterlage bleibt eingefahren: Tiefs über dem Mittelmeer, kräftige Hochs über Skandinavien und Russland und wir mittendrin. Dabei sind am Wochenende zum Teil große Temperaturunterschiede zu erwarten, aber mehr dazu unten im Wetterausblick.
Im Schneebericht vom 21. Januar 2026 riskieren wir einen Blick auf die aktuelle Wetterlage und geben einen Ausblick auf das kommende Wochenende.
Schon wieder ist es fast überall in den Alpen rund zehn Tage her, als man die letzten Schneefälle verzeichnen konnte. Nur in den südlichsten Westalpen schneite es am vergangenen Wochenende zum Teil auch kräftig, ansonsten ist die Schneelage mittlerweile überaus dürftig, wie auch der Blick auf die relative Schneehöhe (Vergleich mit dem langjährigen Mittelwert 1991-2020) in der Schweiz zeigt:
Es ist trocken, zum Teil so trocken, dass einige Skigebiete im Tessin bereits Kurzarbeit anmelden mussten, da sie seit Wochen nur ein handvoll Lifte betreiben können. In Österreich und Südtirol sieht die Lage zum Glück und dank technischer Beschneiung noch gut aus: Die Schneefälle im ersten Januar-Drittel sorgten für ein Aufatmen der Bergbahner, die Pisten sind in fast allen Skigebieten gut in Schuss und das Angebot groß. Nur abseits der Pisten gilt weiterhin Vorsicht: Leider gab es in den letzten zwei Wochen mehr als ein Dutzend Lawinentote zu beklagen, deren Hauptgrund die sehr instabile Altschneeschicht war. Zwar hat sich die Lage etwas entspannt, oberhalb von 2000 Meter Höhe gilt aber weiterhin große Vorsicht und es ist defensives Verhalten angesagt. Am Hauptkamm gilt weiterhin in vielen Regionen erhebliche Lawinengefahr.
Und wie sieht die Lage in Deutschland aus? Na immerhin um die Lawinengefahr muss man sich hier außer in den bayerischen Alpen (und hier vor allem oberhalb von 1500 Metern) keine Gedanken machen – dazu ist einfach zu wenig Schnee da. Immerhin sind durch die tiefen Temperaturen in den Nächten von -5 bis zum Teil -15 Grad technische Beschneiungen möglich und knapp hundert Skigebiete sind derzeit geöffnet. Insbesondere in Bayern, zum Teil aber auch noch im Sauerland, im Harz und in der Rhön sind Skilifte geöffnet. Im Schwarzwald und im Erzgebirge liegt zwar auch nicht mehr besonders viel Schnee, für rund 25 Skigebiete aber genug, um Skibetrieb anbieten zu können.
Schneehöhen Deutschland
Schneehöhen Österreich
Schneehöhen Schweiz
Schneehöhen Frankreich
Schneehöhen Italien
In den Alpen steht zum Wochenende wohl das Ende der langanhaltenden Hochdrucklage an. Ab Freitag bewegt sich ein Tief von Südwesten gen Alpen und sorgt vor allem auf der Südseite der Alpen für eine Wetterverschlechterung. Während die nördlichen Alpenregionen von den Schneefällen zunächst weitgehend ausgelassen werden und die Föhnlage wohl erst am Sonntag endet, wird es südlich des Hauptkamms und in den hohen Lagen zum Teil sehr windig, kalt und von den Seealpen und bis zum Bernina fällt nennenswerter Neuschnee. Von Samstag auf Sonntag auch am nördlichen Hauptkamm in den Ostalpen verbreitet stark bewölkt bis bedeckt und winterlich kalt, in den Westalpen laut Geosphere vom Wallis über Grand Paradiso bis zu den Ligurischen Alpen je nach Höhenlage recht verbreitet 10 bis 50 cm Neuschnee. Der weitere Verlauf ist unsicher, aber insgesamt dominiert deutlich mehr Tiefdruck als zuletzt und die Sonne lässt sich über das Wochenende und darüber hinaus nur ganz selten blicken. Dazu knackig kalt.
Schneevorhersage bis Sonntag 25.01.:
Detaillierte Infos findet ihr unten in den Diagrammen und Videos (Stand der Daten: 21.01.2026, 14:00 Uhr)!