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FIS Alpine Ski WM in Are 2019

Kampf um die Medaillen in Schweden

Bereits zum dritten Mal ist Are in Schweden Austragungsort der FIS Alpinen Ski Weltmeisterschsaften. Vom 5. bis 17. Feburar 2019 werden rund 600 Athleten aus mehr als 65 Ländern zum Kampf um die Medaillen in den sechs Disziplinen erwartet.

Rebensburger gewinnt Silber beim Riesenslalom

Viktoria Rebensburger, mit der Startnummer 3 und nach dem ersten Lauf noch auf Platz 1, fuhr 14 Hunderstel an Gold vorbei. Das wiederum sicherte sich die Slowakin Petra Vlhová, die im ersten Durchgang noch 19 Hundertstel hinter der Deutschen blieb. Bei schwierigen Pistenverhältnissen bauten sowohl Vlhová als auch Rebensburger kleine Fehler in ihre Läufe ein.

Bronze ging mit 0,38 Sekunden Rückstand an die Norwegerin Ragnhild Mowinckel, die das Rennen eröffnete. Auf dem 4. Rang landete die eigentliche Topfavoriten Mikaela Shiffrin aus den USA. Die amtierende Weltmeisterin aus Frankreich, Tessa Worley, schaffte es nur auf Platz 6.

Beim Teamwettbewerb setzte sich die Schweiz durch

Den Sieg beim Teamwettbewerb konnte die Schweiz einheimsen, die sich im Finale den ersten Platz vor dem auch ohne Marcel Hirscher starken österreichischen Team sichern konnte. Den dritten Platz auf dem Siegerpodest fuhren die Italiener ein. Das deutsche Team zeigte sich zwar stark, musste sich dann aber doch mit dem vierten Platz begnügen und konnte keine weiteren Medaillen einfahren.

Das Schweizer Team jubelt im Ziel über Gold
Das Schweizer Team jubelt im Ziel über Gold © dpa 

Das DSV-Team mit Straßer, Tremmel, Dürr und Geiger hatte die Hand schon an der Bronzemedaille: Im "kleinen Finale" trafen die Deutschen auf Italien. Zunächst waren die Ergebnisse noch ausgeglichen und Bronze schien sicher. Aber durch einen Einfädler von Straßer wurde dieser beim Rennen gegen Vinatzer disqualifiziert und die Deutschen mussten sich mit einem für sie undankbaren vierten Platz zufrieden geben.

Favoritensieg durch Pinturault in der Alpinen Kombination

Als Topfavorit gehandelt startete der Franzose Alexis Pinturault den Slalom mit einem Rückstand von 1.52 Sekunden aus der Abfahrt. Dank noch guter Pistenbedingungen und der zweitbesten Zeit, schaffte es der Allrounder zum Sieg. Der Slowene Stefan Hadalin war der Schnellste beim Slalom und holte sich, als 30. nach der Abfahrt, völlig überraschend Platz 2. Die Bronzemedaille ging an den Österreicher Marco Schwarz mit +0,46 Sekunden Rückstand zum Ersten.

Der deutsche Linus Straßer fährt die drittbeste Slalom-Zeit und landete auf Platz 5. Mit einem Rückstand von 1,72 Sekunden auf Dominik Paris war er nach der Abfahrt noch auf Platz 29. Insgesamt das zweitbeste Ergebnis für den DSV nach Platz 4 für Viktoria Rebensburg im Super-G.

Bei ihrem letzten Skirennen holte Vonn Bronze, Stuhec verteidigte Titel

Mit einer Zeit von 1:01,74 und einer perfekten Fahrt verteidigte die Slowenin Ilka Stuhec ihren Abfahrtstitel von St. Moritz. 23 Hundertstel mehr benötigte die Schweizerin Corinne Suter für die um ca. ein Viertel verkürzte Strecke. Lindsey Vonn wurde bei ihrem Abschiedsrennen mit 49 Hundertstel Rückstand auf Stuhec Dritte.

Die DSV-Starterinnen schafften es, trotz solider Leistungen, nicht in die Top Ten. Viktoria Rebensburg landete auf Platz 11 (+0,82 Sekunden), gefolgt von Michaela Wenig auf Platz 12 (+0,90 Sekunden) und Kira Weidle auf Platz 13 (+1,00 Sekunde). Meike Pfister schaffte Platz 23.

Jansrud gewinnt den Abfahrtstitel mit gebrochener Hand

Svindal auf Platz 2 und Jansrud auf Platz 1 jubeln gemeinsam © dpa

Schlechte Aussichten für das Abfahrtsrennen der Herren auf der Areskutan-Piste. Schneefall, Nebel, schlechte Sicht und Wind verzögerten zum einen den Start des Rennens, zum anderen musste die Strecke um gut ein Drittel verkürzt werden. Doch nicht nur die Bedingungen stellten Herausforderungen dar. Norweger Kjetil Jansrud, der sich letztendlich den Abfahrtstitel mit einer Zeit von 1:19,98 Minuten holte, gewann das Rennen mit zwei gebrochenen Fingern. Sein Landsmann Svindal ging mit starken Schmerzen in den Knien an den Start und landete auf Platz 2. Bronze gewann Vincent Kriechmayr. Der Österreicher wurde eigentlich als Topfavorit gehandelt.

Die deutschen Herren Josef Ferstl, Manuel Schmid und Dominik Schwaiger konnten am Samstag keineswegs glänzen. Keiner von ihnen landete in den Top 20.

Titelverteidigung durch Holdener in alpiner Kombination

Der Schweizerin Wendy Holdener gelang am Freitag ein ganz knapper Sieg vor der Slowakin Petra Vlhová und somit verteidigte sie ihren Titel von 2017. Im abschließenden Slalom lag Holdener, nach der Abfahrt Fünfte, bei der letzten Zwischenzeit noch gleichauf mit der Slowakin. Am Ende gewann sie mit drei Hundertstel Vorsprung. Bronze ging an die norwegische Speed-Spezialisten Mowinckel.

Wendy Holdener jubelt im Ziel © dpa / Jean-Christophe Bott

Meike Pfister, die nach der Abfahrt noch auf Platz 19 war, wurde am Ende auf Platz 22 Drittletzte. Sie war die einzige DSV-Starterin.

Gold für Paris im Super-G

Der Italiener Dominik Paris hat das erste Männerrennen bei der Ski-WM in Are gewonnen und sich so die Goldmedaille im Super-G gesichert. Paris war der schnellste auf der schwierigen Strecke, auch wenn ihm keine fehlerfreie Fahrt gelang. Wie schon bei den Damen war es ein knappes Rennen: Nur 0,09 Sekunden Vorsprung hatte Paris auf den 2. Platz. Den teilen sich gleich zwei Fahrer: Vincent Kriechmayer aus Österreich und Johan Clarey aus Frankreich.

Bester Deutscher wurde Josef Ferstl auf Rang 6: Der Kitzbühel-Sieger im Super-G baute mehrere kleine Fehler in seinen Lauf ein, konnte aber mit dem Endergebnis und einem Rückstand von nur 39 Hundertstel Sekunden dennoch zufrieden sein. Auch Dominik Schwaiger zeigte eine gute Leistung und erreichte den 15. Platz. Der dritte deutsche Starter des DSV, Manuel Schmid, schied aus.

Shiffrin holt sich den WM-Titel im Super-G

Podium beim Super-G der Damen in Are mit Sofia Goggia, Mikaela Shiffrin und Corinne Suter
Podium beim Super-G der Damen © Nisse Schmidt

So knapp war es selten: In einem Wimpernschlagfinale setzte sich die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin beim ersten Rennen der Ski-WM in Are durch und holte sich die Goldmedaille im Super-G. Nur zwei Hundertstel Sekunden hatte sie am Ende Vorsprung auf die Italienerin Sofia Goggia, die wiederum nur drei Hundertstel Sekunde schneller war als Corinne Suter (Schweiz) aus. Insgesamt lagen die ersten zehn Fahrerinnen innerhalb von nur einer halben Sekunde! Besonderes Pech hatte die Deutsche Viktoria Rebensburg: Ihr gelang nach ihrer zuletzt schwächeren Form ein starker Lauf und sie lag am Ende nur einen Hauch hinter den Podiumsplätzen - zwei Hundertstel Sekunden fehlten ihr zu Rang 3.

Für die Schrecksekunde des Rennens sorgte Lindsey Vonn: Die US-Amerikanerin ist auf ihrer Abschiedstournee, wollte dabei wohl zu viel, nahm ein Tor mit und stürzte in einen Fangzaun.

Die Ergebnisse der weiteren DSV-Starterinnen: Kira Weidle erreichte mit dem 18. Platz ihre beste Platzierung im Super-G in dieser Saison, Michaela Wenig und Meike Pfister schieden aus.

Opening Ceremony in Are 2019
Opening Ceremony Are 2019 © Alexis Boichard / Agence Zoom

Die Welt zu Gast in Schweden

Are war schon 1954 und 2007 Austragungsort der Ski-WM, außerdem ist das Skigebiet im Jämtland regelmäßig Teil des Ski-Weltcups, so fand im vergangenen Jahr das Weltcup-Finale in Are statt. Are ist das älteste Skigebiet in Schweden. Der kleine Ort hat nur 1.400 Einwohner, begrüßt aber jedes Jahr unzählige Wintersportler. Außerdem ist es das Trainingsgebiet vieler Athleten: Pro Winter zählt das Gebiet 25.000 Trainingstage auf seinen Abfahrten!

Elf Goldmedaillen werden bei der Ski-WM vergeben

Bei den Ski-Weltmeisterschaften in Are werden elf Rennen ausgetragen. Damen und Herren starten jeweils in den Disziplinen Slalom, Riesenslalom, Super-G, Abfahrt und Alpine Kombination. Außerdem wird das Team Event geben, bei dem Läufer aus einer Nation im Parallelslalom gegeneinander antreten.

Das Programm in Are 2019

Eröffnet wird die Ski-WM mit der Opening Ceremony am Montag, den 4. Februar 2019. Dann stehen zunächst die Super-G-Rennen auf dem Plan, anschließend folgen Alpine Kombination und Abfahrt. In der zweiten WM-Woche folgen das Team Event, die Riesenslalom- und Slalom-Wettbewerbe.

Programm Ski-WM Are 2019

Montag, 04. Februar 2019

  • 12.30 Uhr: Training Abfahrt Damen
  • 18.30 Uhr: Opening Ceremony und Startnummernverlosung

Dienstag, 05. Februar 2019

  • 10.30 Uhr: Training Abfahrt Herren
  • 12.30 Uhr: Super-G Damen
  • 18.30 Uhr: Siegerehrung und Startnummernverlosung

Mittwoch, 06. Februar 2019

  • 10.30 Uhr: Training Abfahrt Damen
  • 12.30 Uhr: Super-G Herren
  • 18.30 Uhr: Siegerehrung

Donnerstag, 07. Februar 2019

  • 10.30 Uhr: Training Abfahrt Damen
  • 12.30 Uhr: Training Abfahrt Herren

Freitag, 08. Februar 2019

  • 11.00 Uhr: Alpine Kombination Damen - Abfahrt
  • 13.00 Uhr: Training Abfahrt Herren
  • Anschließend: Alpine Kombination Damen - Slalom
  • 18.30 Uhr: Siegerehrung und Startnummernverlosung

Samstag, 09. Februar 2019

  • 10.30 Uhr: Training Abfahrt Damen
  • 12.30 Uhr: Abfahrt Herren
  • 18.30 Uhr: Siegerehrung und Startnummernverlosung

Sonntag, 10. Februar 2019

  • 10.30 Uhr: Training Abfahrt Herren
  • 12.30 Uhr: Abfahrt Damen
  • 18.30 Uhr: Siegerehrung

Montag, 11. Februar 2019

  • 10.00 Uhr: Riesenslalom Qualifikation Damen
  • 11.00 Uhr: Alpine Kombination Herren - Abfahrt
  • 13.00 Uhr: Riesenslalom Qalifikation Damen
  • 14.30 Uhr: Alpine Kombination Herren - Slalom
  • 18.00 Uhr: Siegerehrung

Dienstag, 12. Februar 2019

  • 16.00 Uhr: Team Event
  • Anschließend: Siegerehrung

Donnerstag, 14. Februar 2019

  • 10.00 Uhr: Riesenslalom Qualifikation Herren
  • 13.30 Uhr: Riesenslalom Qualifikation Herren
  • 14.15 Uhr: Riesenslalom Damen, 1. Lauf
  • 16.45 Uhr: Siegerehrung und Startnummernverlosung
  • 17.45 Uhr: Riesenslalom Damen, 2. Lauf

Freitag, 15. Februar 2019

  • 10.00 Uhr: Slalom Qualifikation Damen
  • 13.00 Uhr: Slalom Qualifikation Damen
  • 14.15 Uhr: Riesenslalom Herren, 1. Lauf
  • 16.45 Uhr: Siegerehrung und Startnummernverlosung
  • 17.45 Uhr: Riesenslalom Herren, 2. Lauf

Samstag, 16. Februar 2019

  • 10.00 Uhr: Slalom Qualifikation Herren
  • 11.00 Uhr: Slalom Damen, 1. Lauf
  • 13.30 Uhr: Slalom Qualifikation Herren
  • 14.30 Uhr: Slalom Damen, 2. Lauf
  • 18.00 Uhr: Siegerehrung und Startnummernverlosung

Sonntag, 17. Februar 2019

  • 11.00 Uhr: Slalom Herren, 1. Lauf
  • 14.30 Uhr: Slalom Herren, 2. Lauf
  • Anschließend: Siegerehrung und Abschlussfeier
Maskottchen Are 2019

Die Rennen im TV

  • Dienstag, 05. Februar 2019
  • ARD: 12.15 bis 14.00 Uhr
  • Eurosport: 10.45 bis 14.00 Uhr
  • Mittwoch, 06. Februar 2019
  • ARD: 12.15 bis 14.00 Uhr
  • Eurosport: 10.15 bis 14.00 Uhr
  • Freitag, 08. Februar 2019
  • ARD: 10.45 bis 12.15 Uhr und 16.05 bis 17.25 Uhr
  • Eurosport: 10.45 bis 12.00 Uhr, 12.30 bis 14.00 Uhr und 16.00 bis 17.15 Uhr
  • Samstag, 09. Februar 2019
  • ARD: 12.20 bis 13.50 Uhr
  • Eurosport: 12.30 bis 14.00 Uhr
  • Sonntag, 10. Februar 2019
  • ARD: 12.20 bis 13.50 Uhr
  • Eurosport: 12.15 bis 14.00 Uhr
  • Montag, 11. Februar 2019
  • ARD: 10.45 bis 12.15 Uhr und 14.10 bis 16.00 Uhr
  • Eurosport: 10.45 bis 12.30 Uhr und 14.15 bis 15.40 Uhr
  • Dienstag, 12. Februar 2019
  • ZDF: 15.55 bis 18.00 Uhr
  • Eurosport: 15.45 bis 18.00 Uhr
  • Donnerstag, 14. Februar 2019
  • ZDF: 17.10 bis 19.00 Uhr
  • Freitag, 15. Februar 2019
  • ZDF: 17.30 bis 19.00 Uhr
  • Samstag, 16. Februar 2019
  • ZDF: 10.45 bis 12.12 Uhr und 14.25 bis 15.42 Uhr
  • Sonntag, 17. Februar 2019
  • ZDF: 10.45 bis 12.17 Uhr und 14.25 bis 15.35 Uhr

Ergebnisse Ski-WM Are 2019

Damen Super-G

  1. Mikaela Shiffrin / USA
  2. Sofia Goggia / ITA
  3. Corinne Suter / SUI

Herren Super-G

  1. Dominik Paris / ITA
  2. Johan Clarey / FRA
  3. Vincent Kriechmayr / AUT

Alpine Kombination Damen

  1. Wendy Holdener / SUI
  2. Petra Vlhová / SVK
  3. Ragnhild Mowinckel / NOR

Abfahrt Herren

  1. Kjetil Jansrud / NOR
  2. Aksel Lund Svindal / ITA
  3. Vincent Kriechmayr / NOR

Abfahrt Damen

  1. Ilka Stuhec / SLO
  2. Corinne Suter / AUT
  3. Lindsey Vonn / USA

Alpine Kombination Herren

  1. Alexis Pinturault / FRA
  2. Stefan Hadalin / SLO
  3. Marco Schwarz / AUT

Team Event Nationen

  1. Schweiz
  2. Österreich
  3. Italien

Damen Riesenslalom

  1. Petra Vlhová / SVK
  2. Viktoria Rebensburger / GER
  3. Ragnhild Mowinckel / NOR

Copyright Bild oben: Andreaze (CC BY-SA 4.0) via Wikimedia Commons

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